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Liebe Freund*innen,
mit Entschlossenheit und Zuversicht führen wir unsere Arbeit fort. Darauf sind wir stolz – und für eure Spende von Herzen dankbar. Sie macht unsere Arbeit möglich, heute mehr denn je. In dieser Ausgabe nehmen wir euch wieder nach Kamerun mit, wo Krieg in den anglophonen Gebieten seit 2017 tobt. Ihr erfahrt, wie die Trainings vom letzten Frühjahr bereits Früchte tragen: Mit großer Tatkraft setzen die Teilnehmerinnen ihre eigenen Projekte um und blicken wieder nach vorne. Das bestätigt einmal mehr, wie wichtig es ist, Frauen und Mädchen in Kriegs- und Krisengebieten zu stärken. Ferner zeigen wir euch, wie wir unsere politische Bildungsarbeit ganz konkret gestalten: Wir haben Workshops mit Schüler*innen durchgeführt und eine vielversprechende Schulpartnerschaft mit den St Ursula Schulen Wiehre in Freiburg abgeschlossen. So setzen sich junge Menschen aktiv und nachhaltig damit auseinander, wie Frauen in Kriegsregionen überleben, und entwickeln eigene Ideen, wie sie diese unterstützen können. Ihr wollt Ähnliches umsetzen? Wir sind gerne dabei! Gleichzeitig ist der Blick auf Deutschland unverzichtbar: Der Druck auf die Zivilgesellschaft wächst, Engagement wird von rechts delegitimiert und feministische Arbeit diffamiert. Deshalb findet ihr hier hilfreiche Tools und Fakten. Denn Solidarität und Austausch zwischen engagierten Initiativen sind entscheidend, um diesen Entwicklungen gemeinsam entgegenzutreten. Unser Event-Programm bietet dafür spannende Veranstaltungen, die Wissen vermitteln, Dialog fördern und Kräfte bündeln. Zückt eure Kalender. Die Zeiten sind herausfordernd. Umso wichtiger ist eure Solidarität. Hinter jedem Euro steht eine Geschichte – die einer Frau, die wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken kann. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass unsere Arbeit weitergeht. Danke, dass ihr an unserer Seite seid!💚 Solidarische Grüße Euer AMICA-Team |
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Von der Idee zur Umsetzung |
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Die zehn Graswurzel-Initiativen, die im April mit der Unterstützung von AMICA in Projektentwicklung geschult wurden, gehen nun den nächsten wichtigen Schritt. Begleitet von unserer lokalen Partnerorganisation AMEF und unterstützt durch eine kleine Anschubfinanzierung von AMICA bringen sie ihre Ideen ins Rollen.
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Die erstellten Konzepte zeigen, wie vielfältig die Herausforderungen für Frauen und Mädchen sind, die von Konflikten betroffen sind – und wie unterschiedlich Unterstützung ansetzen kann. Die Initiativen reichen von psychosozialer Begleitung und Maßnahmen zur Trauma- und Stressbewältigung bis hin zu Angeboten, die Frauen wirtschaftlich stärken und ihre Resilienz fördern. Davon profitieren häufig nicht nur die Frauen selbst: Da viele von ihnen ihre Familien allein versorgen, tragen die Maßnahmen auch zur Stabilität und Zukunftssicherung ihrer Familien bei. Heute stellen wir euch zwei der Initiativen vor:
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SOCIALIA CAMEROON setzt auf die soziale Integration und wirtschaftliche Stärkung von vertriebenen und beheimatete Frauen in Douala. Interkultureller Austausch, Alphabetisierungskurse und gemeinsame Sportaktivitäten schaffen Rahmen für Begegnung und Vernetzung.
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So entstehen neue Kontakte und zugleich Räume, in denen Frauen Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen können. Gemeinsam lernen außerdem die Teilnehmerinnen, Flüssigseife herzustellen und zu vermarkten. Dank der praktischen Trainings erlangen sie eine eigene Einkommensquelle. So verbindet das Projekt soziale Integration mit konkreten wirtschaftlichen Perspektiven.
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Auch das Projekt von Fund for Women in Development (FWID) verbindet zwei zentrale Bausteine: psychosoziale Unterstützung und die Förderung eigener Einkommensmöglichkeiten. Es richtet sich an Frauen und Mädchen in Bekoko/Douala, die vom Konflikt betroffen sind. Zu Beginn erhalten sie Angebote zur Trauma-
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und Stressbewältigung und lernen, mit belastenden Erfahrungen umzugehen. Gleichzeitig werden sie in handwerklichen Fähigkeiten geschult und erhalten eine finanzielle Grundbildung. Damit das Erlernte auch direkt in die Praxis umgesetzt wird, bekommen die Teilnehmerinnen noch Start-up-Kits für die Herstellung von Kopfbedeckungen und passendem Schmuck. So erhalten sie nicht nur Wissen und praktische Fähigkeiten, sondern auch die notwendigen Mittel, um erste Schritte in Richtung eines eigenen Einkommens zu gehen.
Die beiden Projekte machen sichtbar, was Graswurzelarbeit leistet: Sie setzt am Alltag der Frauen an, greift konkrete Bedürfnisse auf und verbindet psychosoziale Unterstützung mit praktischen Perspektiven. Aus einer kleinen Anschubfinanzierung von knapp 800 € entstehen Ideen, die Frauen stärken, Gemeinschaften verbinden und neue Wege in die wirtschaftliche Eigenständigkeit eröffnen.
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„Ich fand die Beratung sehr gut. Ich habe gelernt, mit meinem Stress umzugehen... Ich fühle mich stärker und kompetenter. Danke sehr.“
Peggy, Teilnehmerin beim FWID
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💚Diese Projekte wurden durch und dank Spenden finanziert💚
Eure Spende stärkt Frauen in einer vergessenen Konfliktregion: Sie hilft ihnen, Resilienz zu entwickeln, selbstbestimmt zu handeln und ihre Gesellschaft von unten wieder aufzubauen. Gemeinsam werden Räume für Teilhabe, Selbstbestimmung und eine Zukunft, die Frauen mitgestalten, geschaffen. Daher zählt jede Spende – Danke!
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Lernen von Frauenrechtsaktivistinnen |
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Was hat Frauenrechtsarbeit mit dem eigenen Leben zu tun – und was können junge Menschen selbst bewegen? Diesen Fragen gingen Schüler*innen ab Klasse 9 der Freiburger St. Ursula Schulen Wiehre in einem zweitägigen Workshop nach. Sie lernten zentrale Begriffe der internationalen Frauenrechtsarbeit kennen, hinterfragten bestehende Ungleichheiten und diskutierten, wie sie selbst aktiv werden können. Aus der Auseinandersetzung mit globalen Fragen wurden dabei ganz konkrete Handlungsideen.
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Anhand anschaulicher Beispiele aus der Arbeit unserer Partnerorganisationen konnten die Schüler*innen selbst erfahren, dass Frauen starke Akteurinnen in und auch nach Kriegen sind. Sie setzten sich aktiv mit der Tragweite von Frauenrechtsarbeit in Syrien, Libyen sowie Bosnien und der Ukraine auseinander: mit den Herausforderungen für Frauen in Konfliktregionen, politischem Aktivismus und psychosozialer Arbeit sowie patriarchalen Mechanismen in der Gesellschaft. Dabei analysierten sie die unterschiedlichen Gewaltformen und hinterfragten deren Verankerung in der patriarchalen Gesellschaft – auch in Deutschland.
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„Ein Aha-Moment für die Schüler*innen war zu sehen, wie aktiv Frauen in Kriegsgebieten an der Konfliktbearbeitung beteiligt sind. Entgegen weit verbreiteten Vorstellungen beschränkt sich ihre Rolle keineswegs auf die Hausarbeit. Es ist schön zu erleben, dass unsere Workshops neue Perspektiven eröffnen und zum Umdenken anregen.“
Agnes Dietrich, AMICA-Projektreferentin
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Dieses Umdenken steht im Mittelpunkt der „Women of Change“-Workshops von AMICA: Frauen werden in Darstellungen von Krieg und Krisen noch häufig ausschließlich als „Opfer“ wahrgenommen. Dabei organisieren sie sich, setzen sich für ihre Rechte ein und leisten wichtige Beiträge zu Frieden und gesellschaftlicher Veränderung.
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Im Projektplanungsteil der Workshops wurden außerdem Veranstaltungen, Spendenläufe und weitere Aktionen von den Schüler*innen selbstständig entwickelt: z.B. die Bereitstellung von Informationen, etwa über Sticker mit einem „Quck-HeR-Code“, oder die Planung von Schulveranstaltungen zum Frauenrechtsaktivismus.
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Erste Schulpartnerschaft
Über die Workshops hinaus, die an allen Schulformen angeboten werden können, haben wir unsere erste Partnerschaft mit den St. Ursula Schulen Wiehre gestartet. Die Partnerschule macht die Arbeit von AMICA im Schulalltag sichtbar, öffnet dadurch einen Raum, um die Schulgemeinschaft für die Situation von Frauen in Kriegsregionen zu sensibilisieren, und unterstützt obendrein die Wahrnehmung von globalen Zusammenhängen.
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So entsteht eine längerfristige Verbindung zwischen Schule und zivilgesellschaftlichem Engagement, zwischen globalen Themen und lokalem Handeln. Ein anregender Austausch und eine tiefgreifende Reflexion, die durch die politische Bildungsarbeit von AMICA angestoßen und gefördert werden und uns ermutigen, diesen Weg weiter zu vertiefen. Wir freuen uns sehr über die vielversprechende Kooperation mit den St Ursula Schulen Wiehre!
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Ihr seid Lehrer*innen, Schüler*innen, Schulleiter*innen, engagierte Menschen und wollt mitmachen? Hier unsere Bildungsangebote:
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Workshop „Women of Change“ anfragen Ihr möchtet globale Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, Frauenrechte und Friedensbildung in den Unterricht integrieren?
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AMICA-Partnerschule
werden Als AMICA-Partnerschule unterstützt ihr unsere Arbeit und vermittelt Werte wie Solidarität, Gerechtigkeit und transkulturelles Lernen in dem Schulalltag
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