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Unser Newsletter vom März 2025

Liebe Freund*innen,

ihr möchtet euch an unserer Seite für die Rechte der Frauen in Krisen- und Kriegsgebieten einsetzen? Psychosoziale Unterstützung fördern und dafür eintreten, dass die lokale Zivilgesellschaft dank der Frauen gestärkt wird?

Heute zeigen wir, was Spenden für AMICA und ihre Partnerorganisationen bedeuten. In einem Gespräch spricht Cornelia Grothe über Transparenz, unbürokratische Wege, Ehrenamt und erläutert, warum jede Spende zählt.

Ihr findet dann einige schöne Beispiele wie die Kleinprojekte in der Ukraine oder die Auszeit für bedrohte Aktivistinnen, die durch Spenden finanziert wurden.

Auch in Deutschland ist Wachsamkeit geboten. Das Thema Shrinking Space, das wir bereits 2024 für dieses Jahr festgelegt hatten, hat Mitte Februar an Brisanz gewonnen. Hierzu findet ihr ein paar Stellungnahmen.

In Freiburg bleibt unser Team allem zum Trotz hoffnungsvoll, tatkräftig und flexibel. Zurzeit unterstützt uns eine weitere Praktikantin, Johanna Möhring🌱. Und ab Ende März geht unsere Kollegin Nele Bost neue Wege, sie wird aber AMICA verbunden bleiben. Danke für die wunderbare Zusammenarbeit, liebe Nele, und alles Gute für die Zukunft!

Zum Schluss danken wir allen Ehrenamtlichen und Spender*innen, ohne die unsere Arbeit nicht möglich wäre. Der 8. März hat uns die Gelegenheit geboten, mit einigen von euch zu sprechen. Ein toller Tag, der uns noch mehr angespornt hat.

Euch viel Spaß bei der Lektüre und einen schönen Frühlingsanfang.
Solidarische Grüße
Eure AMICA-Team   
Foto: ©Jeannette Petri       
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SPENDEN

Jede Spende kann Großes bewirken
Spenden bedeuten weit mehr als reine finanzielle Hilfe – sie sind Ausdruck von Solidarität und machen lebenswichtige Projekte erst möglich. Doch wie kann eine NGO garantieren, dass die Mittel genau dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden? Und welche Herausforderungen sind mit der Spendenarbeit verbunden?
Cornelia Grothe spricht über Transparenz, innovative Spendenformen und warum jede Unterstützung zählt.
In Zeiten globaler Krisen und wachsender sozialer Ungleichheiten fragt man sich: Welchen Unterschied können Spenden bei AMICA konkret bewirken?
AMICA ist eine vergleichsweise kleine NGO, und jede Spende kann Großes bewirken. Unsere Referentinnen werden durch Spenden finanziert, ebenso wie unsere Geschäftsstelle. In den Partnerländern ermöglichen sie zum Beispiel die Miete für psychosoziale Beratungszentren oder unterstützen Frauen in Kriegs- und Krisengebieten direkt.

„Ohne Spenden wäre unsere internationale Arbeit schlichtweg nicht möglich.


Warum ist es gerade jetzt wichtig, offen und transparent über das Thema Spenden zu sprechen?

Wir befinden uns in einer politisch angespannten Zeit, in der die Finanzierung
für NGOs und internationale Organisationen zunehmend unter Druck gerät. Es wird immer öfter versucht, die Arbeit von NGOs zu delegitimieren – Gelder werden gestrichen, und in den Medien tauchen Berichte über Missbrauch von Spendengeldern auf. Deshalb ist es umso wichtiger, klar und offen zu zeigen, was mit den Spenden bei AMICA passiert und warum wir darauf angewiesen sind.

Wie können Spender*innen nachvollziehen, was mit ihren Beiträgen passiert?
Transparenz ist für uns essenziell. Unsere Jahresabschlüsse sind öffentlich einsehbar. Ich kann zu jeder Zahlung auf unserem Konto genau sagen, woher das Geld stammt und wofür es verwendet wurde.

Wie sieht das sensible Thema des Verwaltungsanteils bei AMICA aus?
2023 gingen 70% unserer Ausgaben in die Projekte, der Rest wurde für Verwaltungsarbeit verwendet. Was an unserer Art, Kosten zu kategorisieren, liegt: Wir zählen etwa das Gehalt einer Referentin für unser Ukraine-Projekt als Verwaltungskosten, während größere Organisationen solche Posten als „Projektkosten“ verbuchen. Wir bevorzugen, die Dinge so abzubilden, wie sie tatsächlich sind.

Wie können Projekte auf Basis von Spenden geplant werden?
Zum Glück können wir relativ stabil planen, weil wir eine treue und
engagierte Spender*innengemeinschaft haben – dafür sind wir unglaublich dankbar! Allgemeine Spenden setzen wir dort ein, wo dringend Bedarf ist. Es gibt aber auch die Möglichkeit zweckgebunden zu spenden und damit ganz gezielt eine Region oder ein Projekt voranzubringen.

Gibt es bei AMICA neben der klassischen Geldspende noch andere Möglichkeiten, sich zu engagieren?
Ja, absolut. Häufig erhalten wir z.B. Erlöse aus Kunstauktionen oder Sammelspenden anlässlich eines Geburtstages. Es gibt auch die wertvolle und tatkräftige Unterstützung durch Ehrenamtliche, die uns bei vielen Aktionen kreativ unterstützen.

Eine schöne Erfolgsgeschichte, die durch eine Spende möglich wurde?
Eine sehr schöne sogar: Eine von unserer bosnischen Partnerorganisation betreute Frauengruppe hat einen wohltuenden Ausflug zu Thermen gemacht, der den schwer traumasierten Frauen sehr half. Dies regte unsere dortigen „Landfrauen“ zu der Idee einer gemeinschaftsfördernden Unternehmung mit Frauen aus allen Landesteilen an. Eine großzügige Spenderin, mit der wir in Kontakt standen, machte es möglich. Es ist eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen eine Spende ganz ohne „Nachweise“ und „Evaluierung“ bewilligt wurde – einfach, weil jemand verstanden hat, dass Menschlichkeit nicht immer messbar sein muss.

Interview: Laura Schwiertz mit AMICA e.V.  / Foto: ©Jeannette Petri